Mit Musikinstrumenten ist das so eine Sache, zu Klavierklängen schmelze ich z.B. hoffnungslos dahin, mit der Panflöte kann man mich jagen und die Blockflöte…ja, da werden Erinnerungen an lange zurückliegende Nikolausabende wach. Kurzzeitig habe ich mich an der Blockflöte versucht und musste schnell feststellen, dass meine Talente wohl doch eher anderswo angesiedelt sind. Seitdem war die Blockflöte für mich das Stiefkind unter den Instrumenten und umso mehr war ich gespannt auf das gestrige Konzert. Stefan Temmingh und sein Ensemble (vertreten waren neben der Blockflöte auch eine Barockharfe, Cembalo, Barockfagott und Laute) gaben sich gestern im Schloss Elmau die Ehre. The Gentleman’s Flute – Händel, Corelli und Vivaldi standen unter anderem auf dem Programm.

Alleine der Konzertsaal ist umwerfend, alle Konzertsäle, die ich bisher besucht habe waren relativ groß, anonym, mit durchnummerierten Sitzen, von “Musiker zum Anfassen” konnte nie die Rede sein. Der Konzertsaal in Elmau ist da eine ganz andere Kategorie, die Konzerte sind in einen fast schon intimen Rahmen und wer will darf auf einen der unglaublich bequemen Sofas Platz nehmen. Wohnzimmeratmosphäre pur. Leider zog ausgerechnet an einen meiner Lieblingsstücke des Abends (La Follia – Arcangelo Corelli, und ja, ich gebe zu, ich kenne den Namen nur weil er auf dem Programm stand!) ein Gewitter auf. Zum Glück hatte es nur ein kurzes Intermezzo, es wäre wirklich schade gewesen, wenn heftiger Donner das Konzert getrübt oder gar abgebrochen hätte. (nicht nur) Mir hat es so viel Spaß gemacht, den Musikern zuzuhören + zu sehen, mit welcher Leidenschaft sie spielen. Stefan Temmingh hat eine regelrechte Performance hingelegt, die – dafür, dass es sich um klassische Musik handelt – schon fast an einen Rockstar erinnert. Entsprechend begeistert war dann auch das Publikum. Dieser Abend hat mir gezeigt, dass die Blockflöte zu unrecht unterschätzt wird – auch wenn ich mich nach wie vor lieber aufs Zuhören beschränken werde. Aber wenn ich es mir genauer überlege…es hat schon so seinen Grund, warum der Rattenfänger mit einer Flöte durch Hameln zog, nur das Temminghs Truppe keine Nagetiere sondern unter anderen mich tief in ihren Bann gezogen haben. Wirklich sehr beeindruckend, leider werden meine Worte der Musik nicht gerecht, also hört einfach selbst:
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Lange lange ist es her, dass ich zuletzt beim musikalischen Mittwoch mitgemacht habe (Asche über mein Haupt!), aber gerade bin ich über das Thema dieser Woche gestolpert und musste einfach mitmachen. Es geht um Coverversionen, genauer gesagt: Ein Song, bei dem das Cover besser ist als das Original. Ein zweischneidiges Schwert, es ist eher selten, dass mir das Cover besser als das Original gefällt. Und mit Wumm-Wumm-Techno-Verballhornungen von Scott McKenzies San Francisco oder ähnlichem kann man mich (fast) zum weinen bringen. Manche Coverversionen gehören wirklich verboten. Aber es gibt tatsächlich auch welche, die ich besser als das Original finde…here we go:
Baby one more time – Travis. Im Original eigentlich von Britney Spears, aber: was soll ich sagen…
Guns n Roses – Knockin’ on Heaven’s door. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich wenn ich zwischen Bob Dylan oder Axl Rose wählen müsste…nun, Mr. Rose würde hier eindeutig gewinnen.
Evanescence – Thoughtless. Eigentlich von Korn und das Original mag ich auch, allerdings muss ich das mit Vorsicht genießen, es macht mich einfach so wütend dass ich das dringende Bedürfnis verspüre, etwas zu zerstören. Also bleibe ich doch lieber bei Amy…
Ich weiß, damit stehe ich ziemlich alleine auf weiter Flur, aber ich verstehe (immer noch) einfach nicht, wieso Coldplay das nicht besser hinbekommen haben als ein paar Popstars-Kandidaten.
Well…no diamonds, just pearls. But still…
Eigentlich wollte ich ja nur einen Weg finden, wie ich diese tollen Ohrringe (die leider zu schwer für mich sind, sie ziehen mir die Ohren einfach zu lang) doch noch tragen kann. Daraus ist meine neueste kleine Obsession geworden: Rocailles-Perlen.
I was actually searching for a way I could wear this beautiful gold earrings in spite of its heavy weight. I’d love to, but I just can’t wear it the way it was originally designed to. So my aching earlobes started a new obsession: I’m totally in love with Rocailles.
And last but not least:
In the shape of things to come…ist das nicht schön, wenn der Song, den man ausgesucht hat und der vielleicht einer der prägendsten Songs für mich überhaupt war auch noch eine Textzeile hat, die prima zum Thema des musikalischen Mittwochs passt? Dieses mal geht es um einen Song aus deiner Jugend.
Was meine Jugendzeit betrifft…da fällt mir die Wahl dieses mal ziemlich leicht:
Ich habe entdeckt, dass Filme nicht nur nette Unterhaltung sondern auch ernsthafte musikalische Inspirationsquelle sein können. Eiskalte Engel! Worum es eigentlich um den Film geht habe ich mittlerweile allerdings schon fast vergessen. Den Soundtrack liebe ich heute noch heiß und innig, und: Placebo! Viele Jugendlieben entpuppen sich ja letztendlich als Strohfeuer, meine Jugendlieben haben mich allerdings alle ziemlich geprägt, Placebo haben sich sogar zu einer Liebe meines Lebens entwickelt.
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Dieses mal gehts beim Musikalischen Mittwoch ans Eingemachte: Ein Song, der auf meiner Beerdigung gespielt werden soll. Kleines Problem: Ich habe nicht wirklich eine Vorstellung davon, wie meine Beerdigung aussehen soll. Ich will definitiv eingeäschert werden, soviel steht mal fest, aber ansonsten…irgendwie erscheint es mir nicht so fair, wenn ich den Ablauf einer Party bestimme, bei der ich selbst nicht teilnehmen werde weil ich schon über den Jordan bin. Was ich mir so generell wünschen würde ist, dass es tatsächlich eine Art “Party” ist. Insofern: no dresscode, und…dramatisch-schwermütige Musik wäre da eigentlich nicht so ganz passend.
Mein 16-jähriges Ich hätte einen eindeutigen Favoriten für einen Beerdigungssong gehabt:
Bitter Sweet Symphony von The Verve. Irgendwie ein Klassiker, Gänsehaut pur, aber ob es tatsächlich passend ist…das ist eben eine andere Frage. Der Punkt ist einfach, dass es keinen Song gibt, der als musikalisches Goodbye für alle Lebewesen in meinen Leben taugt. Also gibt es wieder mal eine wüste Mischung und ich bin mal so frei und werde nicht verraten, welcher Song sich an welche Personen richtet.
Unterm Strich kristallisiert sich gerade eine Tatsache heraus: ich bin einfach noch nicht fertig.
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Seit es den musikalischen Mittwoch gibt hatte ich diesen Fall noch nie: ich weiß sofort, welchen Song ich nehme. Und es ist dieses mal tatsächlich nur ein Song – aber natürlich nicht, weil es da keine anderen geben würde. Das Thema diese Woche ist: Ein Song, den du auswendig kannst.
Los geht’s also:
I’m sitting in here in a boring room, it’s just another rainy sunday afternoon, I’m wasting my time, I got nothing to do, I’m hanging around and I’m waiting for you, but nothing ever happens…and I wonder…
Fools Garden – Lemon Tree. Und ich muss ganz ehrlich sagen: als der Song gerade rauskam habe ich ihn gehasst. Dieses Video…argh! Aber er ist einfach ein absoluter Dauerbrenner, bei allen möglichen Partys, Grillfesten oder einfach nur wenn mir langweilig war habe ich ihn gesungen. Das prägt, auch wenn der Song nicht mal ansatzweise in den Top 10 meiner Lieblingslieder auftaucht. Aber das Gefühl, das Gefühl ist einfach geblieben. Genau wie der Text.
Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisolaaaaaaaaaaaaation is not good for meeeeheeee…und auch nicht für alle anderen tapferen Musikalischer-Mittwoch-Blogger. Also: wer noch mitmachen will beim musikalischen Mittwoch ist herzlich eingeladen! Die Aktion läuft noch bis Dezember 2012 und ich bin sehr gespannt, welche Themen Katie noch für uns aus dem Hut zaubern wird!
…oder auch: lasst uns das Tanzbein schwingen.Vielleicht nicht so, wie wir es im Tanzkurs gelernt haben, meine Erinnerungen sind jedenfalls…hmmmja. (Angeblich bin ich eine “ganz schlechte Tänzerin”, weil: ich führe. Definitiv, unbedingt und mit viel Nachdruck. Es sei denn, ER kann es, und zwar dann bitte auch wirklich gut. Aber…solche Kerle tauchen normalerweise nicht in Tanzkursen auf…)
Aber zurück zum Thema: Beim mittlerweile 5. Musikalischen Mittwoch möchte Katie nun von uns wissen, welcher Song uns auf die Tanzfläche zieht. Und ich muss gestehen, ich habe mal wieder ein Entscheidungsproblem. Es rächt sich ein bisschen, dass ich bei den früheren Teilen teilweise mehrere Songs gepostet habe, weil: eigentlich würde ich Wiederholungen gerne vermeiden. Irgendwann wird es ja auch langweilig. Trotzdem werde ich mich wohl eher nicht auf einen Song beschränken können (und erst recht nicht auf eine Musikrichtung…), schon gar nicht dieses mal. Also sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Eine der tollsten Coverversionen ever, sie weckt bei mir Erinnerungen an leider längst vergangene Zeiten, an Rolltreppen, die wir im sitzen heruntergefahren sind während die ersten Pendler ins Büro unterwegs waren.
Mangels verfügbaren Videomaterial soll es für heute dann auch mal reichen. Eigentlich würden mir da noch viel mehr einfallen, Mambo No. 5 von Lou Bega z.B., oder…Macarena! (ich konnte sogar den Tanz dazu und ja, auch wenn ich das heute noch hören sollte…) Ihr seht, das Thema ist sehr ergiebig. Ich fände es daher toll, wenn noch mehr beim Musikalischen Mittwoch mitmachen würden (Nachzügler sind jederzeit willkommen!), je mehr und je unterschiedlicher die Songs sind, desto mehr Spaß macht es doch auch! Vielen Dank jedenfalls wieder einmal an Katie für das tolle Thema!
Wie der Titel schon sagt geht es dieses mal beim musikalischen Mittwoch um Inspiration. Meine spontane Eingebung dazu ist folgender Song:
Placebo: Spite & Malice. Als ihr drittes Album Black Market Music erschien war ich bereits Fan, allerdings erwischte mich Spite & Malice erst mal auf dem falschen Fuß. Rapparts? Seriously? Das hatte ich nicht erwartet und überhaupt passte dieser Song so gar nicht zu meiner Vorstellung von Placebo. Ich fand ihn sperrig und sollte zum besseren Verständnis vielleicht erwähnen: ich mochte alles, was auch nur ansatzweise mit Rap zu tun hatte…nicht so wirklich. Aber je öfter ich ihn gehört habe, desto mehr hat er sich in meinen Gehirnwindungen eingenistet und mittlerweile ist er einer meiner liebsten Placebo-Songs.
Im Endeffekt steht er genau für die Dinge, die mich inspirieren, egal ob es nun um Musik, Kunst, Literatur…geht: Mut, etwas Unerwartetes oder auch Unpassendes zu tun, Dinge zu vermischen, die nichts miteinander zu tun haben, einfach mal alle Konventionen missachten. Und ein bisschen rebellisch sein kann ja auch nicht schaden, mir zumindest nicht. Im Endeffekt ist es gerade das, was ich an Spite & Malice zuerst garnicht mochte, was den Song für mich jetzt so besonders macht, und das finde ich sehr inspirierend.
Oh, und um das mal von vorneherein klar zu stellen: Nein, ich finde nicht, dass Gewalt eine Lösung ist bzw. dazu inspiriert werden soll, Gewalt als Lösung zu betrachten. Wohl aber denke ich, dass man den Schalk, der einem manchmal im Nacken sitzt doch auch mal ein bisschen Freiraum zugestehen lassen sollte. Der Kritiker kommt dann schon früh genug…